Ratgeber

Hotel-Fitnessraum einrichten: Checkliste, Wartung & Kosten 2026

Hotel-Fitnessraum einrichten: Fläche nach Sternen, Klasse-S-Geräte, Wartungsplan bis jährlich, Betreiberpflichten. Alternative: Gym Box ab 41.900 € zzgl. MwSt.

Gym Assistance Team 15 min read
Hotel-Fitnessraum einrichten: Checkliste, Wartung & Kosten 2026

Viele Hotels richten ihren Fitnessraum einmal ein und schauen danach kaum noch hinein. Zwei Laufbänder in einem ehemaligen Lagerraum, ein Hantelständer, ein Schild „Nutzung auf eigene Gefahr“ – bis das erste Gerät ausfällt und in einer Gästebewertung landet.

Dabei hängt die Qualität eines Hotel-Fitnessraums von drei Fragen ab: Wie groß muss er sein? Welche Geräte halten den Hotelbetrieb aus? Und wer sorgt dafür, dass alles sicher bleibt? Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch die Planung Ihres Hotel-Gyms – mit einem eigenen, ausführlichen Kapitel zur Wartung, denn sie entscheidet über Sicherheit und Lebensdauer der Geräte.

Das Wichtigste in Kürze: 4–6 m² je Station, Geräte der Klasse S nach ISO 20957, Zugang per Zimmerkarte, klare Hausordnung – und ein schriftlicher Wartungsplan mit mindestens jährlicher, dokumentierter Prüfung.


Schritt 1: Gästeprofil und Spitzenzeiten klären

Bevor Sie über Laufbänder und Hanteln nachdenken, klären Sie, wie viele Gäste gleichzeitig trainieren. Die Nutzung verteilt sich selten gleichmäßig: Geschäftsreisende kommen typischerweise früh vor dem ersten Termin oder am Abend, Urlaubsgäste eher über den Tag verteilt.

Ein einfacher Rechenweg für die Spitzenstunde:

ParameterBeispiel
Zimmer80
Auslastung70 % → 56 belegte Zimmer
Annahme: Anteil der Gäste, die in der stärksten Stunde trainieren5–8 %
Gleichzeitig trainierende Gästeca. 3–5
Benötigte Stationen (plus eine Reserve)4–6

Die Quote in der dritten Zeile ist eine Planungsannahme – prüfen Sie sie an Ihren eigenen Zahlen, zum Beispiel über die Zutrittsdaten der Zimmerkarten oder eine kurze Gästebefragung. Ein Haus mit hohem Anteil an Geschäftsreisenden liegt eher am oberen Ende.


Schritt 2: Fläche nach Hotelkategorie festlegen

Als Faustregel planen Sie pro Trainingsstation 4–6 m² ein – der Bewegungsraum um das Gerät ist dabei schon eingerechnet. Für die 4–6 Stationen aus dem Beispiel oben ergeben sich also rund 16–36 m². Daraus leiten sich unsere Richtwerte je Kategorie ab:

HotelkategorieEmpfohlene FlächeTypische Ausstattung
3 Sterneab 25 m²2 Cardiogeräte, Kurzhanteln, Bank, Multifunktions-Kabelzug
4 Sterneab 50 m²Cardio-Mix, freie Gewichte mit Rack, Kraftmaschinen
5 Sterneab 80 m²Cardio mit Screens, komplette Kraftzone, Stretching-/Yoga-Bereich

Richtbudgets für die schlüsselfertige Einrichtung je Kategorie finden Sie auf unserer Seite Fitnessstudio für Hotels.

Was verlangt die Hotelklassifizierung (DEHOGA / Hotelstars Union)?

In Deutschland vergibt der DEHOGA die Sterne nach dem System der Hotelstars Union; auch Österreich und die Schweiz klassifizieren danach. Im Kriterienkatalog 2025–2030 (239 Kriterien) ist der Fitnessraum ein Punktekriterium, kein Mindestkriterium:

Kriterium 214: Fitnessraum mit mindestens 4 verschiedenen Geräten (z. B. Ergometer, Hantel- und Trainingsbank, Kraftsportgerät, Laufband, Rudergerät, Stepper) – 5 Punkte
Voraussetzung: Mindestgröße 20 m²
Zum Vergleich: 3 Sterne erfordern mindestens 270 Punkte, 4 Sterne 410, 5 Sterne 610

Wichtiger als die 5 Punkte ist ein anderes Kriterium: Das Mindestkriterium Nr. 2 („Erhaltungszustand“) verlangt in jeder Sternekategorie, dass alle Einrichtungen voll funktionstüchtig und in mangelfreiem Zustand sind. Ein defektes Laufband ist also nicht nur ein Ärgernis, sondern ein Thema bei der Klassifizierung. Nationale Abweichungen sind laut Katalog möglich – verbindliche Auskunft gibt Ihre Klassifizierungsstelle.


Schritt 3: Raum prüfen und Zonen planen

Bevor Sie Geräte bestellen, prüfen Sie den Raum:

  • Raumhöhe: mindestens 2,3 m für Training mit freien Gewichten, 2,5 m für Drücken über Kopf
  • Tragfähigkeit: bei Racks, Hantelscheiben und schweren Kraftstationen in oberen Etagen einen Statiker hinzuziehen
  • Lärm und Vibration: Laufbänder und Hantelablagen nicht direkt über oder neben Gästezimmern
  • Strom: Laufbänder brauchen je nach Modell eigene Stromkreise – Herstellerangaben prüfen
  • Lüftung: Fenster allein reicht bei Dauerbetrieb nicht (siehe Schritt 5)
  • Wege: gut erreichbar, idealerweise in Rezeptionsnähe oder mit Notrufverbindung

Anschließend teilen Sie die Fläche in Zonen:

ZoneTypische GerätePlanungshinweis
CardioLaufband, Ergometer, Crosstrainer, RudergerätNicht direkt über Gästezimmern, Blick nach außen oder auf Screens
Kraft / FreihantelKabelzug, Bank, Kurzhanteln, ggf. RackStoßdämpfender Boden, Hantelablage an der Wand
Stretching / FunktionMatten, Faszienrollen, KettlebellsRuhigere Ecke, Spiegel

Die Norm ISO 20957-1 unterscheidet dabei zwischen der Trainingsfläche (der Bereich, den Nutzer und Gerät über den vollen Bewegungsablauf beanspruchen) und der freien Fläche zusätzlich dazu – für den Zugang zum Gerät und für ein Absteigen im Notfall. Planen Sie die Abstände nach den Angaben des Geräteherstellers, nicht nach Gefühl.


Schritt 4: Geräte der Klasse S statt Heimgeräte

Im Hotel werden Geräte von vielen wechselnden Gästen genutzt, ohne Einweisung und oft täglich über viele Stunden. Die Normenreihe ISO 20957 (aktuell ISO 20957-1:2024, in Deutschland als DIN EN ISO 20957-1:2025-02) klassifiziert stationäre Trainingsgeräte unter anderem so:

KlasseBedeutung laut Norm
S (Studio)professionelle und/oder gewerbliche Nutzung – ausdrücklich genannt sind u. a. Hotels, Clubs und Studios
H (Home)häusliche Nutzung
Iprofessionelle/gewerbliche Nutzung, inklusiv für Menschen mit besonderen Bedürfnissen; erfüllt zusätzlich Klasse S

Worauf Sie beim Einkauf achten:

Klasse S belegen lassen – fragen Sie nach der Einstufung und den Unterlagen, nicht nur nach dem Markennamen.
Gebrauchs- und Wartungsanleitung auf Deutsch – die Norm enthält auch Anforderungen an die Herstellerangaben zu Pflege und Wartung. Diese Unterlagen sind die Grundlage Ihres Wartungsplans.
Ersatzteile und Service in DACH – ein Laufband, das drei Wochen auf ein Bauteil wartet, ist drei Wochen außer Betrieb.
Selbsterklärende Geräte – Gäste trainieren ohne Trainer. Kabelzüge und geführte Maschinen mit gut lesbarer Anleitung am Gerät sind im Hotel oft sinnvoller als eine Langhantel-Plattform.
Garantiebedingungen lesen – dort steht, ob gewerbliche Nutzung abgedeckt ist.

Eine Übersicht über kommerzielle Komponenten finden Sie auf unserer Seite zur Fitnessstudio-Ausstattung.


Schritt 5: Boden, Klima, Lüftung und Licht

Boden: In der Kraftzone braucht es einen stoßdämpfenden Belag – Rollgummi oder eine verschweißte Sportbahn –, damit abgelegte Hanteln weder den Boden noch die Decke darunter beschädigen. Puzzlematten sind eine Einstiegslösung; wo Hanteln und Racks stehen, ist ein durchgehender Belag die robustere Wahl. Mehr dazu im Ratgeber Bodenbelag.
Klima: Geräte und trainierende Menschen heizen einen Raum schnell auf. Als grobe Orientierung reicht für einen gut gedämmten Raum bis etwa 30 m² eine Split-Klimaanlage ab 3,5 kW. Größere Hotel-Fitnessräume, viel Glas oder Räume unter dem Dach lassen Sie von einer Fachfirma nach Kühllast auslegen. Richtwerte je Fläche finden Sie im Beitrag zur Klimaanlage im Fitnessraum.
Lüftung: Eine Split-Klimaanlage kühlt, bringt aber keine Frischluft. In größeren Räumen sorgt eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung für Luftaustausch – gegen Schwüle und Geruch, die sich sonst schnell in Bewertungen wiederfinden.
Licht und Spiegel: Wählen Sie blendfreie Leuchten, die Gästen auf der Bank nicht direkt in die Augen strahlen. Spiegel helfen, die eigene Ausführung zu kontrollieren, und lassen kleine Räume weiter wirken.
Hygiene: Desinfektionsspender und Tücher an jeder Zone, frische Handtücher, Wasserspender.


Schritt 6: Zugang, 24/7-Betrieb und Sicherheit

Viele Häuser öffnen den Fitnessraum rund um die Uhr. Das ist ein echter Mehrwert – verlangt aber eine saubere Organisation, weil nachts niemand vor Ort ist. Grundsätzliches zum Betrieb ohne Personal finden Sie im Ratgeber zum unbemannten Fitnessstudio.

Zutritt per Zimmerkarte: nur Hausgäste, nachvollziehbar, ohne Schlüsselausgabe.
Hausordnung am Eingang: Nutzungszeiten, Regeln für Kinder und Jugendliche, Geräte nach Gebrauch reinigen, Hanteln zurücklegen, Defekte sofort melden – mit Telefonnummer der Rezeption. Eine Hausordnung ersetzt die Sicherungspflichten des Betreibers nicht, sie ergänzt sie.
Notruf: ein Notruftaster oder Telefon mit Direktverbindung zur Rezeption bzw. zum Nachtportier – besonders wichtig im 24/7-Betrieb.
Erste Hilfe: Verbandkasten im Raum; klären Sie, wo der nächste Defibrillator (AED) im Haus hängt, und schreiben Sie es an die Tür.
Videoüberwachung mit Augenmaß: Das VG Ansbach hat 2022 (Az. AN 14 K 20.00083) die durchgehende Videoüberwachung der gesamten Trainingsfläche eines Fitnessstudios während der Öffnungszeiten für unzulässig erklärt; ein bloßes Hinweisschild wertete das Gericht nicht als Einwilligung. Kameras in Umkleiden, Duschen oder Sauna sind tabu. Planen Sie Kameras daher nur nach Rücksprache mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.


Schritt 7: Wartungsplan für Fitnessgeräte im Hotel – Intervalle, Prüfprotokoll, Pflichten

Die Wartung entscheidet über die Lebensdauer der Geräte, die Sicherheit der Gäste und am Ende über die Bewertungen. Im Hotel stellt sie höhere Anforderungen als zu Hause: viele wechselnde Nutzer mit unterschiedlicher Technik, keine Einweisung und oft lange tägliche Öffnungszeiten.

Der rechtliche Rahmen – was Betreiber wissen sollten

Verkehrssicherungspflicht. Wer seine Räume Gästen zugänglich macht, muss zumutbare Vorkehrungen treffen, um sie vor vermeidbaren Gefahren zu schützen – das gilt auch für Einrichtung und Geräte. Eine Sicherheit, die jeden Unfall ausschließt, verlangt die Rechtsprechung nicht. Maßstab ist, was ein umsichtiger, gewissenhafter Betreiber für ausreichend halten darf. Ihr bester Nachweis: regelmäßige, dokumentierte Kontrollen.

ISO 20957. Die Norm richtet sich in erster Linie an Hersteller: Sie legt Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für die Geräte fest. Einen fertigen Wartungskalender für Betreiber enthält sie nicht – wohl aber Anforderungen an die Herstellerangaben zu Pflege und Wartung. Halten Sie sich an diese Angaben.

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV, Deutschland). Als Arbeitsmittel gelten laut § 2 BetrSichV Geräte, die für die Arbeit verwendet werden – und zur Verwendung zählen ausdrücklich auch Reinigen, Instandhalten und Prüfen. Reinigen oder warten Ihre Mitarbeitenden die Fitnessgeräte, kann das für Ihre Gefährdungsbeurteilung relevant sein. Ob die Geräte in Ihrem Haus als Arbeitsmittel gelten und welche Prüfungen daraus folgen, klären Sie mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit. Für Fitnessstudios mit Personal bejaht das Arbeitsschutzportal KomNet (NRW) die Einordnung als Arbeitsmittel. Nutzen Mitarbeitende einen Fitnessraum dagegen nur in ihrer Freizeit, etwa im Rahmen eines Gesundheitsangebots für Mitarbeiter, sind die Geräte laut KomNet keine Arbeitsmittel im Sinne der BetrSichV – die Verkehrssicherungspflicht und die Herstellerangaben gelten trotzdem.

DGUV Information 202-044 „Sportstätten und Sportgeräte“. Sie wurde vor allem für Sporthallen und Schulsport geschrieben, wird aber auch bei Fitnessgeräten häufig als Orientierung herangezogen. Sie unterscheidet drei Stufen: die Sichtprüfung auf äußerlich erkennbare Mängel, die Funktionsprüfung und die umfassende Prüfung durch eine befähigte Person – periodisch, mindestens einmal jährlich entsprechend der Gefährdungsbeurteilung und mit schriftlichem Prüfbefund.

Hinweis: Das ist ein Überblick, keine Rechtsberatung. Welche Pflichten für Ihr Haus konkret gelten, klären Sie mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit, Ihrer Berufsgenossenschaft und Ihrer Haftpflichtversicherung. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Arbeitsschutzvorschriften.

Wartungsplan: Intervalle auf einen Blick

IntervallWerWas
Täglichunterwiesenes Housekeeping oder FrühdienstSichtkontrolle: lose oder fehlende Teile, ausgefranste Seile, beschädigte Polster, Sicherheitsclip am Laufband vorhanden, Hanteln im Ständer, Boden frei; Griffe und Polster reinigen
WöchentlichHaustechnikFunktionsprüfung: Not-Stopp am Laufband, ruhiger Lauf der Kabelzüge, Verstellungen rasten sicher ein, Schraubverbindungen an Bänken und Racks, Displays
MonatlichHaustechnikPflege nach Herstellerangabe: Laufband (Lauffläche, Riemen, Schmierung), Seilzüge und Rollen auf Verschleiß, Filter von Klima und Lüftung
Alle 3 oder 6 MonateFachbetrieb, z. B. im WartungsvertragInspektion von Lagern, Antrieben, Elektrik und Verschleißteilen, Austausch nach Bedarf, Prüfprotokoll
Mindestens jährlichbefähigte Personumfassende Prüfung aller Geräte mit schriftlichem Prüfbefund
Nach Defekt oder UmbauHaustechnik + FachbetriebGerät sperren, reparieren, vor Wiederfreigabe prüfen

Die jährliche Prüfung orientiert sich an der DGUV Information 202-044, die kürzeren Intervalle sind bewährte Praxis. Verbindlich für Ihr Haus sind die Herstellerangaben und Ihre Gefährdungsbeurteilung – bei sehr starker Nutzung können kürzere Intervalle sinnvoll sein.

Wenn ein Gerät defekt ist

  1. Sofort sperren – ein Schild „Außer Betrieb“ allein reicht nicht: Stecker ziehen, Sicherheitsschlüssel entnehmen, bei Kabelzügen die Griffe abnehmen oder das Gerät absperren. Die DGUV-Information sieht bei akuter Gefahr ausdrücklich vor, Geräte der Benutzung zu entziehen.
  2. Dokumentieren – Datum, Gerät, Mangel, wer gesperrt hat.
  3. Servicepartner informieren – mit Foto und Seriennummer.
  4. Erst nach Prüfung wieder freigeben – und die Freigabe ebenfalls dokumentieren.

Was ins Prüfprotokoll gehört

Laut DGUV Information 202-044 enthält ein Prüfbefund:

  • Datum und Ort der Prüfung
  • Ergebnisse mit Angabe der festgestellten Mängel
  • Beurteilung, ob Bedenken gegen die weitere Benutzung bestehen
  • Angaben zu notwendigen Nachprüfungen
  • Name, Anschrift und Unterschrift der prüfenden Person

Ergänzend empfehlen wir eine Geräteliste mit Hersteller, Modell und Seriennummer sowie ein Mängelbuch direkt im Fitnessraum oder digital an der Rezeption.

Eigenes Team oder Fachbetrieb?

Tägliche und wöchentliche Kontrollen schafft Ihr Team selbst, wenn es unterwiesen ist. Für Inspektionen, Verschleißteile und die jährliche Prüfung braucht es Fachkenntnis, Werkzeug und die Herstellerunterlagen – das lagern die meisten Häuser aus. Eine mögliche Aufteilung:

AufgabeEigenes Team (unterwiesen)Fachbetrieb
Sichtkontrolle und Reinigung (täglich)
Funktionsprüfung (wöchentlich)
Pflege nach Herstellerangabe (monatlich)✔, soweit die Anleitung es vorsieht
Inspektion von Lagern, Antrieben, Elektrik
Prüfung mit Prüfbefund (mindestens jährlich)nur mit befähigter Person im Haus
Reparatur und Ersatzteile

Unser B2B-Wartungsvertrag für Beherbergungsbetriebe umfasst eine Inspektion alle 3 oder 6 Monate, Reaktion auf Störungen innerhalb von 48 Stunden, Ersatzteile über autorisierte Herstellerservices und ein Prüfprotokoll je Termin. In der Standard-Stufe unserer Hotel-Ausstattung gelten die Herstellergarantie und eine Reaktion innerhalb von 5 Tagen; in der Premium-Stufe ist der Wartungsvertrag enthalten.

Was kostet die Wartung?

Den größten Einfluss haben Anzahl und Art der Geräte, das Inspektionsintervall und die Anfahrt. Wartungsverträge für Hotel-Fitnessräume kalkulieren wir deshalb individuell. Für ein einzelnes Gym-Box-Modul liegen unsere jährlichen Servicepakete (Geräteinspektion, Klima-Wartung, Smart-Lock-Updates) typischerweise zwischen 900 und 1.500 € zzgl. MwSt.

Stellen Sie dem gegenüber, was ein Ausfall kostet: Ein defektes Laufband in der Hauptsaison bedeutet oft eine Eilreparatur und schlechtere Gästebewertungen – und berührt, wie oben beschrieben, das Mindestkriterium „Erhaltungszustand“ der Klassifizierung.

Ob Sie die Wartung selbst organisieren oder vergeben: Den Wartungsvertrag im Detail beschreibt die Seite Fitnessstudio für Hotels.


Kein Raum im Haus? Fitnesscontainer im Hotelgarten

Oft scheitert der Fitnessraum nicht am Budget, sondern am Platz: Jeder umgebaute Raum fehlt woanders, und Bauarbeiten im laufenden Betrieb stören Gäste. Zwei Wege:

Bestehenden Raum umbauen – Keller, ehemaliger Konferenzraum, Nebengebäude. Wie das abläuft, zeigt unsere Seite zur Raumadaption.
Eigenständiges Modul im Garten – ein Fitnesscontainer, fertig gedämmt, mit Elektrik, Klimaanlage und Sportboden. Die Gym Box 7×5 mit 35 m² gibt es ab 48.900 € zzgl. MwSt. in der Basisvariante, die Gym Box 6×5 mit 30 m² ab 41.900 € zzgl. MwSt.; die Geräte kalkulieren wir individuell. Die Produktion dauert 4–6 Wochen; vom Vertrag bis zum ersten Training rechnen Sie in Deutschland und Österreich mit 8–12 Wochen, in der Schweiz mit 10–14 Wochen – vorausgesetzt, das Fundament steht rechtzeitig.

Ob sich ein Modul für Ihr Haus rechnet, zeigt der Beitrag Container-Fitnessstudio fürs Hotel – ROI, ein konkretes Beispiel die ROI-Fallstudie eines Boutique-Hotels. Ob eine Baugenehmigung nötig ist, hängt von Bundesland bzw. Kanton und von der Größe des Moduls ab – mehr dazu im Ratgeber Genehmigung. Und zur Finanzierung: Fitnesscontainer mieten, leasen oder kaufen?

Für das Modul gelten dieselben Regeln wie für jeden Hotel-Fitnessraum: Klasse-S-Geräte, Hausordnung, Notrufverbindung und ein Wartungsplan – ergänzt um die Klima-Wartung.


Checkliste zum Abhaken

  • Spitzenzeiten und gleichzeitig trainierende Gäste geschätzt
  • Fläche festgelegt: 4–6 m² je Station, mindestens 20 m²
  • Mindestens 4 verschiedene Geräte (Hotelstars-Kriterium 214)
  • Raumhöhe, Statik, Strom und Lärmschutz geprüft
  • Zonen für Cardio, Kraft und Stretching geplant
  • Geräte der Klasse S, Unterlagen und Wartungsanleitung auf Deutsch
  • Stoßdämpfender Boden in der Kraftzone, Klimaanlage nach Raumgröße, Lüftung, blendfreies Licht
  • Zutritt per Zimmerkarte, Hausordnung am Eingang
  • Notruf zur Rezeption, Erste-Hilfe-Ausstattung, AED-Standort ausgeschildert
  • Kameraplanung mit Datenschutzbeauftragtem abgestimmt
  • Wartungsplan (täglich bis jährlich) mit Verantwortlichen
  • Prüfprotokolle, Mängelbuch und Sperr-Ablauf für Defekte
  • Gefährdungsbeurteilung mit Fachkraft für Arbeitssicherheit abgestimmt

Häufige Fragen zum Hotel-Fitnessraum

Wie groß sollte ein Hotel-Fitnessraum sein? Planen Sie je Trainingsstation 4–6 m² ein, Bewegungsraum eingerechnet. Als Richtwerte empfehlen wir für 3-Sterne-Häuser ab 25 m², für 4 Sterne ab 50 m² und für 5 Sterne ab 80 m². Das Hotelstars-Union-Kriterium „Fitnessraum“ setzt mindestens 20 m² und 4 verschiedene Geräte voraus.

Ist ein Fitnessraum für die Hotelsterne Pflicht? In Deutschland klassifiziert der DEHOGA nach dem Kriterienkatalog 2025–2030 der Hotelstars Union. Darin ist der Fitnessraum kein Mindestkriterium, sondern bringt 5 Zusatzpunkte – bei mindestens 20 m² und 4 verschiedenen Geräten. Verpflichtend ist aber in allen Kategorien, dass vorhandene Einrichtungen voll funktionstüchtig und mangelfrei sind. Nationale Abweichungen sind möglich, klären Sie Details mit Ihrer Klassifizierungsstelle.

Wie oft müssen Fitnessgeräte im Hotel gewartet werden? Bewährt hat sich: täglich eine Sichtkontrolle, wöchentlich eine Funktionsprüfung und monatlich Pflege nach Herstellerangabe. Die DGUV Information 202-044 nennt als Orientierung zusätzlich eine umfassende Prüfung durch eine befähigte Person mindestens einmal jährlich. Verbindlich sind die Herstellerangaben und Ihre Gefährdungsbeurteilung.

Wer haftet, wenn sich ein Gast an einem Fitnessgerät verletzt? Als Betreiber tragen Sie die Verkehrssicherungspflicht: Sie müssen zumutbare Vorkehrungen treffen, damit von Geräten keine vermeidbaren Gefahren ausgehen. Dokumentierte Prüfungen und ein klarer Umgang mit Defekten sind dafür Ihr wichtigster Nachweis. Die Haftung im Einzelfall klärt ein Rechtsanwalt bzw. Ihre Haftpflichtversicherung.

Was kostet die Wartung von Fitnessgeräten im Hotel? Das hängt von Anzahl und Art der Geräte, vom Intervall (alle 3 oder 6 Monate) und von der Anfahrt ab – Wartungsverträge für Hotel-Fitnessräume kalkulieren wir deshalb individuell. Für ein einzelnes Gym-Box-Modul liegen unsere jährlichen Servicepakete typischerweise zwischen 900 und 1.500 € zzgl. MwSt.

Was tun, wenn im Hotel kein Raum für einen Fitnessbereich frei ist? Dann ist ein Fitnesscontainer im Hotelgarten eine Option: Die Gym Box 7×5 mit 35 m² gibt es ab 48.900 € zzgl. MwSt. in der Basisvariante, die Geräte kalkulieren wir individuell. Vom Vertrag bis zum ersten Training rechnen Sie in Deutschland und Österreich mit 8–12 Wochen, in der Schweiz mit 10–14 Wochen, sofern das Fundament rechtzeitig steht; ein ggf. nötiges Genehmigungsverfahren kommt hinzu. Umbauarbeiten im Hotelgebäude entfallen.


Sie planen einen Hotel-Fitnessraum?

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